Künftig sollen auch Unverheiratete die Kosten einer künstlichen Befruchtung von der gesetzlichen Krankenlasse erstattet erhalten

03.09.2015

Eine künstliche Befruchtung ist teuer. Sie kostet je nach Behandlungsform bis zu 4.500 EUR. Zuschüsse erhalten derzeit nur Ehepaare - bei Unverheirateten dürfen die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten übernehmen. Das Bundessozialgericht hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass die gesetzlichen Krankenkassen nach aktueller Rechtslage nicht einmal einen Teil des Geldes erstatten dürfen, wenn die Antragsteller nicht verheiratet sind. Ehepaaren zahlen die Krankenkassen Zuschüsse für drei Versuche. Laut einer aktuellen Information aus dem Bundesfamilienministeriums sei es nicht mehr zeitgemäß, unverheiratete Paare anders als Verheiratete zu behandeln, so die Ministerin Schwesig. Sie will künstliche Befruchtungen auch für unverheiratete Paare staatlich fördern. Es könnte sich also lohnen, bei der Krankenkasse einen entsprechenden Antrag zu stellen. Kinder braucht unser Land – das steht außer Frage!

Constanze Würfel Rechtsanwältin und Fachanwältin für Sozialrecht